Einzug stärkt Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis bei KI-Innovationen
Die Flow Factory ist gestern in den Nachmittagsstunden in ihre neuen Räumlichkeiten auf dem Sparkassen-Campus in Münster eingezogen. Mit dem Umzug rückt die gemeinsame Initiative der Universität Münster und der Sparkassen-Finanzgruppe noch enger an die Praxis heran und schafft optimale Bedingungen für die Weiterentwicklung innovativer Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI).
Die Flow Factory wurde 2025 als gemeinsame Forschungsinitiative gegründet, um KI gezielt für die Verbesserung von Prozessen und Produkten in der Finanzwirtschaft nutzbar zu machen. Sie ist am European Research Center for Information Systems (ERCIS) der Universität Münster angesiedelt und wird von mehreren Partnern der Sparkassen-Finanzgruppe gefördert. Mit dem Einzug in den Sparkassen-Campus entsteht nun ein zentraler Ort für Zusammenarbeit, Austausch und Umsetzung. Forschende, Studierende und Praktiker arbeiten hier künftig zusammen – mit dem Ziel, innovative, verantwortungsvolle Lösungen für die digitale Zukunft zu entwerfen.
Ein weiterer Standort der Flow Factory befindet sich bereits am Leonard Campus in Münster. Für den Austausch mit internationalen Forschungspartnern, wie z. B. vom MIT in Boston, der Copenhagen Business School in Dänemark, der London School of Economics und der Hong Kong City University, dient als dritter Standort der Online-Campus (https://flow-factory.ai).
Prof. Dr. Liane Buchholz, Präsidentin des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe, betonte anlässlich der Eröffnung: „Die Flow Factory verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit konkreten Herausforderungen aus der Praxis. Genau diese Kombination brauchen wir, um Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll einzusetzen und echten Mehrwert zu schaffen.“ Sie unterstrich zudem die strategische Bedeutung des neuen Standorts: Mit dem Einzug auf dem Sparkassen-Campus werde ein deutliches Signal gesetzt, dass Innovation, Zusammenarbeit und praktische Umsetzung künftig noch stärker verzahnt werden. Die neuen Räumlichkeiten sollen dabei nicht nur Arbeitsplätze sein, sondern bewusst als Ort für Austausch, Experimente und interdisziplinäre Zusammenarbeit gestaltet werden.
„Die Flow Factory ist einzigartig - nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Sie setzt konsequent auf wissenschaftlichen Nachwuchs, der KI‑Transformation aus verschiedenen Fachrichtungen heraus versteht und neu definiert“, so Professor Dr. Jan vom Brocke, Direktor des Forschungszentrums ERCIS. „Über das Europäische Forschungszentrum ERCIS der Universität Münster bringt die Flow Factory Expertise aus mehr als 30 Standorten weltweit - globales Wissen, das hier am Sparkassen-Finanz-Campus gemeinsam mit starken Partnern die KI-Transformation vorantreiben wird.“
Die Flow Factory arbeitet aktuell an zahlreichen Projekten rund um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Finanzpraxis. Ziel ist es, einen Beitrag zur Entwicklung neuer Technologien zu leisten, die Mitarbeitende konkret unterstützen und Kundinnen und Kunden einen spürbaren Mehrwert bieten können.
Im Mittelpunkt der aktuellen Forschungen stehen dabei vier Themenfelder:
- Prozesse verbessern: KI hilft beispielsweise dabei, Abläufe effizienter zu gestalten oder Mitarbeitende bei komplexen Entscheidungen zu unterstützen.
- Produkte weiterentwickeln: Neue digitale Assistenzsysteme sollen Beratung und Service für Kundinnen und Kunden verbessern.
- Verantwortung sicherstellen: Es wird erforscht, wie KI transparent, nachvollziehbar und im Einklang mit regulatorischen Anforderungen eingesetzt werden kann.
- Menschen befähigen: Die Flow Factory untersucht, welche Kompetenzen Mitarbeitende im Umgang mit KI benötigen und wie Organisationen diese gezielt fördern können.
Die Projekte verbinden wissenschaftliche Methoden mit konkreten Anwendungen – von Konzepten, über Prototypen bis hin zu Umsetzungen, die direkt in der Praxis getestet werden.
Mit dem neuen Standort auf dem Sparkassen-Campus beginnt für die Flow Factory nun die nächste Entwicklungsphase. Die enge Verzahnung von Forschung, Lehre und Praxis soll weiter ausgebaut werden, um Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen und die Zukunft der Finanzwirtschaft aktiv mitzugestalten.