29.08.2017

Sparkassen in Westfalen-Lippe bestätigen Wachstumstrend

Unternehmens-Investitionen treiben Kreditgeschäft an /
Private Geldvermögensbildung wieder auf Rekordniveau

Düsseldorf (29. August 2017). Die 64 Sparkassen in Westfalen-Lippe haben im ersten Halbjahr 2017 in vielen Geschäftsbereichen zugelegt und sind weiter gewachsen: Der Gesamtbestand an Kundenkrediten legte seit Jahresbeginn um 1,3 % zu und erreichte insgesamt einen Wert von 90,2 Mrd. €. Leichte Zuwächse gab es auch bei den Einlagen – um 0,2 % auf 94,1 Mrd. €. Die aggregierte Bilanzsumme stieg um 0,7 % auf 128,8 Mrd. €.

"Die Sparkassen in Westfalen-Lippe untermauern ihre Stellung als Marktführer und überzeugen ihre Kunden jeden Tag aufs Neue davon, dass sie das beste Angebot haben", erklärte Professorin Liane Buchholz, Präsidentin des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe. "In einem anspruchsvollen Umfeld mit seit Jahren künstlich niedrig gehaltenen Zinsen sind diese positiven Wachstumszahlen keine Selbstverständlichkeit".

Geldvermögensbildung bei Privatkunden auf Rekordniveau
Die Geldvermögensbildung – also das, was Privatkunden neu auf Sparkonten sowie in  Wertpapieren, Bausparverträgen und Lebensversicherungen angelegt haben – stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 auf 1,3 Mrd. €. Das bedeutet eine Steigerung von 31,2 % im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres, als die Geldvermögensbildung bei 1,0 Mrd. € lag. Neben täglich fälligen Einlagen waren Wertpapiere besonders gefragt. Eine Entwicklung, die Jürgen Wannhoff, Vizepräsident des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe, positiv bewertet: "Die Sparer erkennen die Chancen, die Wertpapiere – insbesondere Investmentfonds – bieten. Vermögensaufbau in Niedrigzinszeiten kann nur gelingen, wenn man Wertpapiere in den Anlagemix einbezieht." Voraussetzung sei allerdings, dass die Sparer die Zeit hätten, das Geld liegen zu lassen.

Steigende Unternehmensinvestitionen treiben Kreditgeschäft an
Unverändert stark zeigten sich die westfälisch-lippischen Sparkassen als Partner der Unternehmen und damit auch des Mittelstands. Sie steigerten ihren Bestand an Krediten für Firmenkunden im ersten Halbjahr um 2,8 % auf insgesamt 44,7 Mrd. €. Auch das Neugeschäft entwickelte sich stark: Die Sparkassen sagten im ersten Halbjahr des Jahres 4,6 Mrd. € neue Unternehmenskredite zu – das übersteigt den Wert des Vorjahreszeitraums um 7,4 % (+318 Mio. €)."Die Unternehmen erweitern ihre Kapazitäten, die aufgrund des anhaltenden Konjunktur-Aufschwungs in hohem Maße ausgelastet sind", so Wannhoff. "Die günstigen Finanzierungsbedingungen wirken sich natürlich auch positiv auf die Kreditnachfrage aus." Die Sparkassen in Westfalen-Lippe – mit einem Marktanteil von 50 % Marktführer im Mittelstandsgeschäft – profitierten von dieser Entwicklung überproportional stark. 

Leichter Rückgang bei Darlehenszusagen für Wohnungsbau
Die Darlehenszusagen für den privaten Wohnungsbau gingen leicht zurück,  lagen mit 2,6 Mrd. € (-1,4 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016) aber immer noch auf hohem Niveau. Die gute Einkommens- und Beschäftigungslage sowie die sehr günstigen Kreditkonditionen sorgen weiter für hohe Nachfrage. Demgegenüber stehen gestiegene Bau- und Grundstückskosten sowie ein knapper werdendes Immobilien-Angebot.

Die Darlehenszusagen für Konsumzwecke bewegen sich mit 740 Mio. € auf genauso hohem Niveau wie im Vorjahreszeitraum. Die Anschaffungslaune der Menschen hält unvermindert an.

Jahresergebnis
Die Sparkassen in Westfalen-Lippe prognostizieren für das Jahr 2017 ein leicht rückläufiges Jahresergebnis. Der Zinsüberschuss wird voraussichtlich um knapp 4 % zurückgehen. Positiv bewertete Prof. Buchholz die erwartete Steigerung in den Provisionserträgen von 3,4 %. "Die Zuwächse im Provisionsgeschäft können den Rückgang im Zinsgeschäft nicht kompensieren, aber sie bremsen ihn", ordnet die Präsidentin des Sparkassenverbandes das voraussichtliche Jahresergebnis ein und zeigte sich überzeugt: "Die Maßnahmen der westfälisch-lippischen Sparkassen für mehr Wachstum und Effizienz schlagen an!"


Der Sparkassenverband Westfalen-Lippe

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