14.02.2018

Sparkassenkunden knacken ihren eigenen Spar-Rekord: 3,8 Mrd. Euro

Noch einmal Zuwachs um fast 10 % / Starkes Wertpapiergeschäft

Münster (14. Februar 2018). Die Sparkassen in Westfalen-Lippe haben im Jahr 2017 in vielen Geschäftsbereichen zugelegt und sind weiter gewachsen: Der Bestand an Kundenkrediten erreichte insgesamt einen Wert von 91,1 Mrd. € (+2,4 %). Auch bei den Einlagen legten sie zu – um 2,5 % auf 96,2 Mrd. €. Die aggregierte Bilanzsumme stieg um 2,6 % auf 131,2 Mrd. €.

Die westfälisch-lippischen Sparkassen haben von den guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen profitiert: Der Mittelstand freut sich über gefüllte Auftragsbücher, die hohe Beschäftigungsquote stützt die Konsumbereitschaft der privaten Haushalte. "Niedrigste Zinsen und Regulatorik stellen für die Sparkassen anspruchsvolle Rahmenbedingungen dar. In diesem Umfeld haben die Institute hervorragende Arbeit geleistet und für ein gutes Jahresergebnis gesorgt" erklärte Professorin Liane Buchholz, Präsidentin des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe.

Rekord bei der Geldvermögensbildung von Privatkunden
Die Geldvermögensbildung – also das, was Privatkunden neu auf Sparkonten sowie in  Wertpapieren, Bausparverträgen und Lebensversicherungen angelegt haben – stieg im Jahr 2017 auf 3,8 Mrd. €. Im Vorjahr lag sie bei 3,5 Mrd. € (+9,8 %). Vizepräsident Jürgen Wannhoff fand für die ausgeprägte Sparbereitschaft lobende Worte: "Die Menschen haben verstanden, dass auch in zinslosen Zeiten kein Weg am Sparen vorbei führt. Ganz im Gegenteil: Wer mit dem Sparen Altersvorsorge betreibt, muss dafür mehr denn je zur Seite legen."

Kunden entdecken Wertpapiergeschäft wieder stärker für sich
Der Nettoabsatz im Wertpapiergeschäft mit Privatkunden stieg im Vergleich zum Vorjahr von 338 Mio. € auf 891 Mio. € sehr deutlich an. Er bildet die Ersparnis im Wertpapierbereich ab, also die Differenz zwischen Wertpapierkäufen und -verkäufen. Besonders gefragt waren Investmentfonds. Kryptowährungen wie Bitcoins seien dagegen keine empfehlenswerte Geldanlage-Alternative. "Die Wertschwankungen sind hoch, das Übertragungssystem ist teuer und ineffizient. Wir raten, die Finger davon zu lassen", erklärte Wannhoff.

Sparkassen in Westfalen-Lippe sind Mittelstands-Finanzierer Nr. 1
Wegen des anhaltenden Konjunkturaufschwungs wollen viele Unternehmen ihre Kapazitäten erweitern und investieren in ihre Produktionsanlagen. "Sparkassen profitieren von dieser Entwicklung stärker als andere Kreditinstitutsgruppen", erklärte Jürgen Wannhoff. "63 % aller Unternehmen in Westfalen-Lippe unterhalten eine Geschäftsverbindung zur örtlichen Sparkasse." Dementsprechend positiv entwickelten sich die Zahlen im Firmenkunden-Kreditgeschäft. Die Unternehmen steigerten ihren Kreditbestand insgesamt um 4,9 % auf 45,6 Mrd. €. Auch das Kredit-Neugeschäft bleibt stark: Es lag bei 9,2 Mrd. € und erreicht damit erneut den Wert aus dem Rekordjahr 2015.

Darlehenszusagen für Wohnungsbau auf Vorjahresniveau
Beim Kreditgeschäft mit Privatkunden machte das Wohnungsbau-Kreditgeschäft wie im Vorjahr den größten Anteil aus: Die Darlehenszusagen für den privaten Wohnungsbau lagen bei 5,1 Mrd. €. Das knapper werdende Angebot an Baugrundstücken und Immobilien sorgt allerdings für steigende Preise und dämpft die Nachfrage etwas.

Jahresergebnis
Die ordentlichen Geschäftsabschlüsse der Sparkassen in Westfalen-Lippe lassen sich an den Rentabilitätszahlen ablesen. Das Jahresergebnis beträgt 192 Millionen Euro.  Die westfälisch-lippischen Sparkassen zahlten 358 Millionen Euro gewinnabhängige Steuern und haben 152 Millionen Euro gespendet, gestiftet oder ausgeschüttet.

"Die Sparkassen in Westfalen-Lippe geben über ein halbe Milliarde Euro in die Region zurück. Das belegt auf ganz eindrucksvolle Weise, wie stark die Institute mit der Region verbunden sind", erklärte Professorin Buchholz.

 

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