18.10.2017

SVWL-Konjunkturindikator: Wirtschaft in Westfalen-Lippe in ausgezeichneter Verfassung

Privater Konsum und Bauinvestitionen sind Wachstumsmotoren / Stimmung erreicht Allzeithoch / Anhaltender Aufschwung für die Wintermonate erwartet

Münster (18. Oktober 2017). Sehr gute Geschäftsaussichten für die Unternehmen in Westfalen Lippe: der wirtschaftliche Aufschwung in Westfalen-Lippe dauert an, die Expansionsgeschwindigkeit nimmt weiter an Fahrt auf und die Stimmung der heimischen Wirtschaft war niemals besser. Das lässt sich am Sparkassen-Konjunktur-indikator ablesen, der im Vergleich zum Frühjahr 2017 um 5,0 Punkte zulegte. Der aktuelle Wert beträgt 130,5 Punkte. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2003.

Der Konjunkturindikator des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe ermittelt zweimal im Jahr auf Grundlage von Umfragen der acht Industrie- und Handelskammern in Westfalen[1] die Stimmung in durchschnittlich rund 3.600 Unternehmen. In diese Analyse fließen auch Daten des Statistischen Landesamtes NRW sowie Erkenntnisse aus der Geschäftsentwicklung der 63 Sparkassen in Westfalen-Lippe ein.

Aktuell schätzen 50 % (Frühjahr 2017: 43 %) der Betriebe ihre Geschäftslage als "gut" ein. Der Anteil der Firmen, die ihre Lage als "schlecht" einstufen, sank von 8 % auf 6 %. In der Tendenz hat sich das Lageurteil der westfälisch-lippischen Betriebe seit Spätsommer 2013 kontinuierlich verbessert. Wachstumsmotor bleibt die starke Inlandsnachfrage. Am besten ist die Stimmung weiterhin im Baugewerbe: 98 % der Bauunternehmen schätzen ihre Lage als gut oder befriedigend ein (Frühjahr: 94 %). 

Treibende Kraft bleibt der private Wohnungsbau. Zusätzlich profitierte die Baubranche von staatlichen Investitionen. Die Bereiche Handel und Dienstleistungen sind aufgrund der anhaltend guten Konsumlaune der Privathaushalte durchweg mit ihrer Situation zufrieden. Die Stimmung in der Industrie hat sich im Vergleich zum Frühjahr deutlich verbessert. Die Industriebetriebe profitieren sowohl von der starken Binnennachfrage als auch von einer steigenden Nachfrage aus dem Ausland.

Bei der Frage nach den Geschäftsaussichten ist die Stimmung weiter optimistisch. Der Anteil der Konjunkturoptimisten ist mit 26 % unverändert (Frühjahr: 26 %), der der Pessimisten fiel von 10 % auf 8 %. Als größtes Risiko für den weiteren Konjunkturverlauf betrachtet die Mehrheit der Befragten (53 %) den Fachkräftemangel. Als weitere Risikofaktoren nennen 38 % der Firmen die steigenden Lohnkosten aufgrund des zunehmenden Beschäftigungsaufbaus und 37 % die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (Geldpolitik, Entwicklungen im Ausland).  

Die Investitionsbereitschaft der westfälisch-lippischen Unternehmen nimmt an Fahrt auf. Der Anteil der Betriebe, die in den kommenden Monaten vermehrt in Ausrüstungen und Bauten investieren wollen, ist seit dem Frühjahr von 28 % auf 29 % gestiegen. Für diese Entwicklung spricht auch der wachsende Kreditbestand der privaten Unternehmen bei den 63 westfälisch-lippischen Sparkassen, der in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 um 4,8 % auf 45,5 Milliarden Euro angestiegen ist. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt günstig: 25 % der Betriebe wollen ihre Belegschaft aufstocken, lediglich 10 % der Unternehmen wollen ihr Personal verringern.

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Volker Willner, Tel.: 0251  2104-160  
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[1] IHK Arnsberg Hellweg-Sauerland, IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, IHK Mittleres Ruhrgebiet (Bochum), IHK Lippe zu Detmold, IHK zu Dortmund, Südwestfälische IHK zu Hagen, IHK Nord Westfalen (Münster) und IHK Siegen.


Der Sparkassenverband Westfalen-Lippe

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