15.02.2017

SVWL-Konjunkturindikator: Wirtschaft in Westfalen-Lippe weiter auf Wachstumskurs

Starke Inlandsnachfrage bleibt Wachstumsmotor / Stimmung überwiegend positiv / Unternehmen erwarten Exportanstieg

Münster (15. Februar 2017). Gute Geschäftsaussichten für die Unternehmen in Westfalen Lippe: der wirtschaftliche Aufschwung in Westfalen-Lippe dauert weiter an – und die Expansionsgeschwindigkeit nimmt sogar wieder etwas an Fahrt auf. Das lässt sich am Sparkassen-Konjunkturindikator ablesen, der im Vergleich zum Herbst 2016 um 2,9 Punkte zulegte. Der aktuelle Wert beträgt 125,6 Punkte. Das ist der höchste Wert der vergangenen sechs Jahre und nicht mehr weit vom Höchststand entfernt (128,1 Punkte im Jahr 2011).

Der Konjunkturindikator des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe ermittelt zweimal im Jahr auf Grundlage von Umfragen der acht Industrie- und Handelskammern in Westfalen[1] die Stimmung in durchschnittlich rund 2.900 Unternehmen. In diese Analyse fließen auch Daten des Statistischen Landesamtes NRW sowie Erkenntnisse aus der Geschäftsentwicklung der 65 Sparkassen in Westfalen-Lippe ein.

Aktuell schätzen 43 % (Herbst 2016: 42 %) der Betriebe ihre Geschäftslage als „gut“ ein. Der Anteil der Firmen, die ihre Lage als „schlecht“ einstufen, sank von 9 % auf 8 %. In der Tendenz hat sich das Lageurteil der westfälisch-lippischen Betriebe seit Spätsommer 2013 kontinuierlich verbessert. Wachstumsmotor bleibt die starke Inlandsnachfrage. Am besten ist die Stimmung weiterhin im Baugewerbe, auch wenn die Euphorie langsam nachlässt. 94 % der Bauunternehmen schätzen ihre Lage als gut oder befriedigend ein (Herbst: 96 %). 

Treibende Kraft bleibt der Wohnungsbau. Allerdings sind die Kapazitäten in der Bauwirtschaft mittlerweile stark ausgelastet und die Baukosten gestiegen, was einem stärkeren Wachstum im Wege steht. Die Lageeinschätzung in den Bereichen Handel und Dienstleistungen hat sich aufgrund der gestiegenen privaten Konsumausgaben noch einmal verbessert. Die Stimmung in der Industrie ist im Vergleich zur Herbstumfrage nahezu unverändert positiv. Die Industriebetriebe profitieren von der starken Binnennachfrage, warten aber weiter auf eine Erholung des Welthandels.

Bei der Frage nach den Geschäftsaussichten hat sich die Stimmung aufgehellt. Der Anteil der Konjunkturoptimisten stieg auf 26 % (Herbst: 24 %), der der Pessimisten fiel von 11 % auf 10 %. Die Unternehmen in Westfalen-Lippe erwarten, dass sich die Warenausfuhren erhöhen. 30 % rechnen mit steigenden Exporten (Herbst: 29 %), nur 13 % (Herbst: 14 %) erwarten ein schwächeres Auslandsgeschäft. In den USA legen Beschäftigung, privater Konsum und Unternehmensinvestitionen zu und auch in Europa hellt sich die Stimmung auf.

Die robuste Binnenkonjunktur, der steigende Auslandsabsatz und die hohe Auslastung der Produktionskapazitäten dürften zu einer steigenden Investitionsbereitschaft der westfälisch-lippischen Unternehmen führen. Der Anteil der Betriebe, die in den kommenden Monaten vermehrt in Ausrüstungen und Bauten investieren wollen, ist seit dem Herbst von 25 % auf 28 % gestiegen. Für diese Entwicklung spricht auch der wachsende Kreditbestand der privaten Unternehmen bei den 65 westfälisch-lippischen Sparkassen, der im Jahr 2016 um 5 % auf 43,5 Milliarden Euro angestiegen ist. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt günstig: 22 % der Betriebe wollen ihre Belegschaft aufstocken, lediglich 12 % der Unternehmen wollen ihr Personal verringern.


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[1] IHK Arnsberg Hellweg-Sauerland, IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, IHK Mittleres Ruhrgebiet (Bochum), IHK Lippe zu Detmold, IHK zu Dortmund, Südwestfälische IHK zu Hagen, IHK Nord Westfalen (Münster) und IHK Siegen.


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